What’s the cat?

Ein Rudel aus Story, Stimmung, Standpunkt

Ahhhhhhh! Zwei Buchstaben, ein Fazit: Dank der Menschen gehen einem nie Initiatoren für das Textsujet aus. Jeden Tag wird eine neue Themensau durchs Dorf von Hype und Empörung getrieben. Dessen Einwohner changieren zwischen viel Meinung aus wenig Ahnung, wenig Meinung aus viel Ahnung oder Meinung aus Ahnung. Ahnung ist hier synonym zu Kompetenz, Expertise, Autorität, Wissen – nur damit sich etwaige Auradeuter, Krebsheilung-durch-Tanzen-Koryphäen oder anderweitig esoterisch begabte Superhelden nicht auf dumme Ideen kommen.

Die Tausendkatze positioniert sich zum vielfältigen Diskursspektrum zwischen Menschen und Leuten. Sie spiegeln in jedem Fall eine persönliche Sicht wider. Perspektive hat die Eigenschaft, individuell zu sein. Ein richtig oder falsch ist in faktisch eindeutigen Antworten möglich. Sobald es um Haltung, Bewertung oder philosophische Rundum-Beguckung geht, ist die Argumentation die Protagonistin. Jeder darf anderer Meinung sein, die Freiheit genießen, diese äußern zu dürfen und das Glück zu schätzen, auch andere Blickwinkel kennenlernen zu können. Es geht selten um Kongruenz. Was gesichert deckungsgleich ist: Jeder darf, kann, ja muss seinen Fokus selbst schärfen und aus Beobachtungen eigenverantwortlich Schlüsse ziehen. 

Warum die Katze? Nun, wer eint sonst so viele Wesen in einem Phänotyp? Tausend? Ja, neun Leben sind nicht genug. 

Es krallt sich eine syntaktile Katze an ihre liebsten Spielzeuge: Füller und Papier. Hier beleuchtet, ohne Baum und Tinte. Dafür deckungsgleich kratzional und schnurreal, wie man der Katze übliches Schnäuzchen kennt. Jeder Letter sei präventiv als Satire, Ironie, Sarkasmus, literarisches Produkt und was dem gemeinen Menschen noch als Etikett auf nicht persönlich gemeinter Semantik gereicht, markiert. Es ist katzenbuckelächerlich, dass die ach so prominente Krone der Evolution das nicht einmal mehr selbst erkennt.



Selbstporträt.

Wohlig frommeln, fröhlich ippen und fleißig wummeln!

Das Schnurrhaar. Rrrrrr. Kraust sich drollig am wolligen Näschen vorbei. Es wippt. Ipp, ipp, ipp. Wippt munkelig, wenn Fräulein mir den Keller meines Schnäuzchens zart befiedelnd umwummelt. Zeitlich limitiert freilich, denn, so verstehe man mich bitte, nötige ich mir, ihr, uns die nötige Distanz ab. Es wird einem ja ganz ipp-munkel-wummelig, wenn es permanent am Schnäuzchen fiedelt.

Meine Äuglein sind manchmal schwarze Feuerbälle. Manchmal anorektische Linsentürsteher. Hinfort, Licht! Gleißender Wicht! Schnipp dich, sonst schnapp ich dich! Die Äugeln säuseln in den Sog, wenn etwas das Fräulein bewog, ihr Hirnlein sie belog oder ein Erleben zu schwer wog. Dann kummelt sie sich nämlich. Bisweilen minkt sie dabei. Und ich kann nicht umhin, zu ihr zu ippen. Ich munkel mich bemerkt an sie heran. Zelebriere mein katziöses Brummeleisen. Das stimmt sie milde. Zumeist.

Fräulein wappt und fappt im Dunkeln, manches Mal schlussert sie dort auch. Am liebsten mag ich, wenn sie dort kuntelt. Dann geht es Fräulein prätentiös. Ansonsten ippe ich mit ihr wann immer sie mich braucht. Und in Folge erzähle ich dir unsere und heraußen beäugte Mickmanten. Frommel dich gar wohl. Ippe gern mit. Grimmeln ist allerdings verboten! Wummel, wummel, wummel.


Bisherige Pfotenfolge

Was die Katze ihrer Leserschaft nach der Wanderschaft bereits vor die Tür gelegt hat, ist hier ohne Fährtenleserfortbildung oder Kenntnisse in der Regurgitation von Trichobezoaren nachvollziehbar.
Tapp Tapp.

Dies ist eine Vorlage für redaktionelle Langtexte. […]